Gute 10 Jahre wurde am Neubau für das Laborgebäude am UZH Campus Irchel geplant und gebaut – im August 2021 wurde «UZI 5» nun fertiggestellt und offiziell eröffnet. Für die komplexe Gebäudestruktur galt es systematisch Orientierung zu schaffen. TBS konzipierte die Signaletik und begleitete deren akkurate Umsetzung.

Das Leuchtturm-Projekt «UZI 5»

Mit dem Abschluss der fünften Bauetappe auf dem Campus Irchel UZH (kurz: UZI 5) erhält die Universität Zürich ein topmodernes Hightech-Laborgebäude. Der erste Neubau der UZH seit 20 Jahren schafft die räumlichen Voraussetzungen für eine zukunftsgerichtete Chemie und Nachhaltigkeitsforschung. Die 2014 fusionierten Bereiche werden damit auch physisch unter einem Dach vereint, Synergien genutzt und die Zusammenarbeit vertieft. Chemische Grundlagenforschung wird mit nachhaltigen Anwendungen kombiniert – unter anderem sollen im Campus sichere Batterien für erneuerbare Energien, natürliche Ansätze für die biologische Landwirtschaft und mögliche Medikamente für gesundes Altern erforscht werden.

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Komplexe Gebäudestruktur mit modularem Konzept

Die Dimensionen des 245 Mio. Franken Projektes beeindrucken: 30’000 m2 Geschossfläche und ein Gebäudevolumen von 133’000 m3. Das Gebäude-Ensemble schafft mit 18'000 m2 Nutzfläche reichlich Raum für die Lehre und Forschung in den laborintensiven Naturwissenschaften. Das Ausbaukonzept ist modular aufgebaut und bietet eine moderne Arbeitsumgebung, die über die aktuellen Anforderungen hinaus flexibel auf zukünftige Entwicklungen in Forschungs- und Lehrtätigkeit reagieren kann.

 

Nahtlose Verknüpfung von alt und neu

Der Neubau besteht aus einem eingeschossigen und zwei sechsgeschossigen Baukörpern. Sie schliessen nahtlos an die bestehenden Bauten an und verknüpfen somit die neuen Labortrakte mit den bestehenden Gebäuden. Die «Fakultätsachse» bietet als öffentlich zugänglicher Teil Platz für Aufenthaltsräume, Büros und Besprechungsräume. Die Forschungsflächen sind jeweils in den angrenzenden Flügeln angesiedelt. Um eine klare Orientierung über den gesamten Gebäudekomplex zu gewährleisten, wurden insgesamt über 600 Elemente in verschiedenen Anwendungen und Formaten geplant und installiert.

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Phase 1: Penible Planung und Prototyping

TBS koordinierte und begleitete die Planung des Signaletik-Projekts gemeinsam mit dem ausführenden Architekturbüro über einen Zeitraum von insgesamt 24 Monaten.
In der ersten Konzeptionsphase (Sommer 2019 bis Sommer 2020) fand eine umfassende Analyse und Dokumentation als Basis für die Konzeption der neuen Signaletik statt. Das Designkonzept basierte auf den Corporate Design-Richtlinien, die von TBS im Rahmen der neu definierten Markensystematik für UZH bereits vor gut 10 Jahren entwickelt wurden.
Um eine bestmögliche Funktionalität sicher zu stellen wurden Prototypen realisiert, vor Ort getestet und verabschiedet.

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Phase 2: Akkurate Umsetzung und Qualitätskontrolle bis zur Montage

In der zweiten Phase (Sommer 2020 bis Sommer 2021) lag der Fokus auf der Produktion und Implementierung. Dazu wurde jedes einzelne Signaletik-Element inhouse gemäss CD-Manual umgesetzt und in einem Arbeitsbuch mit sämtlichen Positionierungen und Vermassungen dokumentiert. Neben der Ausschreibung, Koordination und Überwachung der Produktion übernahm TBS auch die Supervision der Montage vor Ort sowie die behördlichen Vorabnahmen der Signaletik.

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Partner & Auftraggeber

- Vorprojekt & Planung: Weber Hofer Architekten, Zürich
- Realisation Labor: Nissen Wentzlaff Architekten
- Bauherrschaft: Hochbauamt Kanton Zürich

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